Dermatologie

Die Haut kann ganz vielfältig auf innere und äußere Reize reagieren. Auslöser von infektiösen Hauterkrankungen sind verschiedene Erreger wie Ektoparasiten (z.B. Demodikose, Sarkoptes-Räude), Hautpilze (z.B. Dermatophytosen, Mallasezien-Dermatitis) und Bakterien (z.B. Pyodermie, Follikulitis, Welpen-Impetigo) oder Viren (z.B. sekundäre Pyodermie oder Pilzinfektion, Fibrosarkom, Papillomatose). Daneben gibt es eine Vielzahl von allergischen Hauterkrankungen wie Nesselsucht (Urtikaria) oder Atopien durch Futtermittel-, Kontakt- oder auch Flohspeichelallergien.

Autoimmune und immunvermittelte Hauterkrankungen (z.B. Pemphigus-Komplex, Lupus erythematodes) treten dagegen sehr viel seltener auf. Die Haut kann jedoch auch bei systemischen Erkrankungen wie Hormon- und Stoffwechselstörungen betroffen sein. Häufig sehen wir dann symmetrische Alopezien mit Haarverlust und z. T. auch Veränderungen der Haut. Zu den hormonell bedingten Krankheiten gehören der Hyperadrenokortizismus (Cushing Syndrom), der Hypothyreoidismus (Schilddrüsenunterfunktion) oder seltener der Hyperöstrogenismus (durch Eierstockszysten oder –tumore, Sertolizelltumor beim Rüden).

Symptome bei Hauterkrankungen sind Juckreiz, Alopezie (Haarverlust), Rötungen, Pusteln, Krusten u.v.m. Da sich die Tiere bei Juckreiz häufig selbst traumatisieren, verändert und verschlimmert sich das Hautbild relativ schnell. So müssen manchmal verschiedene Untersuchungsmethoden kombiniert werden, um die genaue Diagnose zu stellen.

Zu den diagnostischen Möglichkeiten gehören Abklatschpräparate sowie oberflächliche und tiefe Hautgeschabsel, Blutuntersuchungen (Sarkoptes-Antikörper, Allergietest, Hormonmessungen) und zytologische und histopathologische Untersuchungen von Hautbiopsien (Feinnadelaspiration/FNA, Hautstanzen). Allergietests können zusätzlich zur Blutuntersuchung auch als Intrakutantest durchgeführt werden.